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Alles Vollkorn oder was?

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Ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt, ist Vollkorn. Was das ist, warum es gut ist, wie ich es erkenne und warum es gut schmeckt, das erfährst du in diesem Artikel.

Vollkorn = volles Korn

Das ganze Korn besteht aus einer Schale, einem Keim und einem Mehlkörper. Alles wird verarbeitet, auch die Schale, nachdem die Spelzen (Hülle um das Korn) entfernt wurden. Die Schale und der Keimling sind reich an Eiweiß, Fettsäuren, Mineralstoffen, B-Vitaminen und Ballaststoffen. Der Mehlkörper besteht hauptsächlich aus Stärke (Kohlenhydrate).

Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Emmer, Einkorn und Reis gibt es als Vollkorn. Pseudogetreide wie Quinoa, Amarant und Buchweizen werden auch als ganzes Korn verwendet. Hirse gehört zu den Süßgräsern wie Weizen und wird geschält. Dadurch, dass die Nährstoffe im ganzen Korn sind, kann man Hirse auch als Vollkornhirse bezeichnen.

Vollkornprodukte sind dunkler, weil die Schale mit vermahlen wird. Je heller das Produkt, desto mehr Anteile der Schale und des Keimlings sind herausgemahlen. Es bleibt der Mehlkörper übrig, der hauptsächlich aus Stärke besteht. Alle Ballaststoffe, Eiweiß, Mineralstoffe, B-Vitamine sind entfernt worden!

Vollkornprodukte sind eine gute Quelle für

1. Ballaststoffe

Diese lassen den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen, weil sie die Aufnahme von Glucose vom Darm ins Blut verlangsamen. Du bist länger satt und hast keine Heißhungerattacken! Sie schützen den Darm, weil beim Abbau der Ballaststoffe durch die Darmbakterien kurzkettige Fettsäuren entstehen. Diese unterstützen die Barriereschicht der Darmschleimhaut und sind Futter für die „guten“ Bakterien Ballaststoffe sind kalorienarm, weil sie vom Körper nicht aufgenommen werden können.

2. Nährstoffe

Das ganze Korn enthält Zink, Eisen, Folsäure, Vitamin B1 und B2

3. Sättigung

Weil es sättigt und gut schmeckt! Eine Wohltat für dich!

Was ist eigentlich Vollkornbrot?

Ich erlebe in meiner Beratungspraxis immer wieder, dass es nicht ganz klar ist, was ein Vollkornbrot ist. Es gibt ein paar wichtige Punkte, an denen du ein Vollkornbrot erkennst.

1. "Vollkorn-" muss in der Zutatenliste stehen. Du findest meistens nicht die genaue Prozentangabe. Wichtig ist: wenn „Vollkorn-„ drauf steht, dann muss auch das Mehl als volles Korn enthalten sein. Es kann natürlich auch gemischt sein mit hellem Mehl.

2. Vorsicht! Das Brot kann z.B. mit Malzzucker dunkel gefärbt sein. Nur die dunkle Farbe allein macht das Brot noch nicht zum Vollkornbrot!

3. Ganze Körner oder Samen im Teig lassen ein Brot nicht zum Vollkornbrot werden. Vor allem bei Semmeln ist hier zur Vorsicht geraten. Nur weil ein Brot ganze Körner enthält, kann das restliche Mehl ausgemahlen sein. Und Samen wie Sonnenblumenkerne und Sesam geben dem Brot und der Semmel ein leckere Note, die nur geringfügig den Ballaststoffgehalt erhöht! Übrigens: es gibt wunderbare feinvermahlene Volkkornbrote, die sehr gut verträglich sind!

4. Dinkel ist ein Getreide, das hoch im Kurs ist. Es ist aber nur ein anderes Getreide, das genauso wie Weizen ausgemahlen sein kann. Also auch hier auf „Vollkorn“ achten!

Hier mein Tipp für dich: Backe doch mal dein Vollkornbrot selbst!

- Es ist einfach zu machen

- Feinvermahlen gut verträglich

- Sättigt lange

- Und schmeckt frisch aus dem Ofen köstlich!

Hier noch das Rezept für das Vollkornbrot im Bild:

600g Vollkornmehl (Weizen oder Dinkel)

450ml Wasser

½ Würfel Hefe

2Tl Salz

Alle Zutaten gut vermischen und ev. mit dem Rührgerät/Küchenmaschine kneten. Der Teig ist ziemlich klebrig, sodass es mit der Hand nicht geknetet werden kann. 1 ½h gehen lassen, abgedeckt mit einem Tuch. Teig in eine ausgefettete Kastenform geben und bei 200°C 45min. backen.

Guten Appetit!