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Plätzchen backen mit Kindern

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Alle Jahre wieder freuen sich nicht nur groß sondern auch klein auf die Adventszeit. Wer kennt es nicht auch? Die Küche duftet nach leckeren Plätzchen, die Kerzen brennen, die Fenster leuchten und die Mandarine, die das Kind gerade isst, erfüllt den Raum mit einer fruchtigen Note. Genau das macht die Adventszeit so besonders und weckt in uns das Gefühl von Weihnachtsstimmung

Auch dieses Jahr soll es trotz Corona-Auflagen weihnachtlich werden. Vielleicht oder gerade wegen der Auflagen verlangsamt sich die Vorweihnachtszeit und wir können das super nutzen, um daheim selbst kreativ zu werden. Da passt das Plätzchen backen perfekt, da es nicht nur die Kinder beschäftigt, sondern ein prima Geschenk für Oma und Opa ist. Damit das Ganze aber nicht zum Stresstest für Eltern und Kindern wird, gibt es viele Tipps im Internet. Ich habe mich mal durchgelesen und meine 5 Lieblingstipps für Euch zusammengestellt.

Tipp 1: Plätzchenauswahl

Kinder haben oft nicht die größte Geduld beim Plätzchen backen. Daher sollte man für sein Vorhaben einen Teig aussuchen, der schnell zusammen geknetet ist und nicht noch ewig im Kühlschrank ruhen muss. Daher eignet sich Mürbeteig besonders gut. Er kann ohne großen Aufwand an Zutaten hergestellt und direkt verarbeitet werden. Ein Trick der das Ausrollen erleichtert: Nehmt euch einen Teil vom Teig weg, der gleich verarbeitet werden soll. Den restlichen Teig wickelt ihr in Frischhaltefolie und packt ihn in den Gefrierschrank. So lange ihr mit dem einen Teil beschäftigt seid, kann der andere Teil im Gefrierfach schön kühlen und wird nicht zu warm. Auch ein Silikon-Teigroller hilft sehr beim ausrollen des Teiges. Die Masse bleibt nicht kleben und zudem ist er einfach und schnell zu reinigen.

Tipp 2: „Die Geduld ist mit Dir“

Mit Kleinkindern backen, egal ob Plätzchen oder Kuchen, kann für Eltern eine Herausforderung werden. Das Kind möchte alles selbst erleben und entdecken. Genau das sollten wir auch unterstützen und fördern. Das fällt uns sicher oft mal schwer, da die Küche danach einem Schlachtfeld ähnelt. Daher mein Tipp, versucht im Vorfeld vorzubereiten. Wiegt die Zutaten vorher in Schüsseln ab. Somit kann das Kind später einfach die Zutaten zusammen schütten ohne dass dabei eine große Kleckerei entsteht. Auch solltet ihr für das gemeinsame backen Zeit einplanen. Zeitdruck führt zu Stress und meist zu Frust bei den Kindern. .

Tipp 3: Weniger ist mehr

Überlegt euch vorab, was genau ihr mit euren Kindern am Tag machen wollt. Geht es euch um das Ausstechen der Plätzchen und weil ihr eine gewisse „Menge“ am Ende erreichen wollt, dann verschiebt das Verzieren und Dekorieren am besten auf den nächsten Tag. Wollt ihr nur ein paar Plätzchen haben und diese noch gestalten, dann verringert einfach die Teigmenge. Somit seid ihr nicht stundenlang beschäftigt die Plätzchen auszustechen.

Tipp 4: Das Dekorieren

Die vielen bunten Streusel, die Schoko Tröpfchen, der Zuckerguss oder die Schokoglasur machen die Plätzchen erst perfekt. Gerade hier können eure Kleinen so richtig kreativ werden. Um das Verzieren der Plätzchen für Kinder zu vereinfachen, füllt die Streusel doch einfach in Muffin Förmchen. Am besten eignen sich hier welche aus Silikon, da sie stabiler sind. Nun können die Kids einfach mit den Händen die Streusel greifen und auf den Plätzchen (oder in den Bauch) verteilen.

Tipp 5. Gemeinsam genießen

Hier kommt mein allerliebster und wichtigster Tipp. Nehmt euch mit den Kindern die Zeit eure gemeinsamen Plätzchen zu naschen. Süßigkeiten sollen nicht ein ständiges Tabuthema sein, sondern bewusst genossen werden. Was bietet sich da nichts Besseres an, als gemeinsam am Tisch mit einer Tasse Kaffee, Tee oder warmer Milch mit den Kindern die Plätzchen zu genießen. Dabei kann man prima über den Geschmack und die Geräusche oder den Geruch sprechen. „Meine Plätzchen knacken ganz wunderbar“ oder „Mhh... das schmeckt aber nach Vanille. Erkennst du es auch?“ oder „Die Plätzchen duften so schön nach Zimt“. Wenn man die Plätzchen mit allen Sinnen genießen kann, schmecken sie gleich noch viel besser. Wer sich grundsätzlich für Achtsames Essen interessiert, dem kann ich nur ganz wärmstens unsere Beiträge von der lieben Silke empfehlen. Also stöbert gerne mal bei ihr rein.

Babys on Board?

Falls ihr Zuhause noch ein Baby in der Beikostphase habt, könnt ihr auch prima Babykekse backen. Vermeidet dabei aber Rezepte die Zucker enthalten. Das braucht der kleine Nachwuchs noch nicht. Achtet auch darauf, dass kein Honig verwendet wird. Der süße Dicksaft sollte grundsätzlich im ersten Lebensjahr gemieden werden, da er ein Bakterium enthält der ein gefährliches Gift im Darmbereich bilden kann. Solltet ihr die Babykekse mit Zimt verfeinern, achtet besonders darauf, Ceylon-Zimt-zu verwenden. Er besitzt im Vergleich zu Cassia-Zimt einen deutlich niedrigeren Gehalt an Cumarin. Curamin kann Leberschäden verursachen und daher sollte tendenziell der Einsatz von Zimt im Beikostalter sparsam verwendet werden.

Ich hoffe mein Beitrag hat euch gefallen und ihr habt jetzt ordentlich Lust bekommen, bei einer Runde Rolf Zuckowski „In der Weihnachtsbäckerei“, den Handmixer mit euren Kids zu schwingen. Ich wünsche Euch eine schöne Adventszeit.

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