Reste sind das Allerbeste!

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Wer mag denn schon Reste essen! Lieber was Neues einkaufen und was leckeres frisches Kochen? Ich habe gute Gründe für euch, dass auch Reste wertvolles Nahrungsmittel bleiben.

55 kg Lebensmittel werden pro Kopf pro Jahr in Deutschland in die Tonne geschmissen. Das sind 150 g pro Tag! Die Hälfte davon sind Obst und Gemüse (34%), dann Reste (16%), Brot und Teigwaren (14%). Jetzt fragt ihr euch vielleicht: wie kann man denn so viel wegschmeißen?

Hier einige Gelegenheiten:

Beim Einkaufen: Habt ihr euch auch schon von Aktionspreisen wie nimm 3 zahl 2 oder Großpackungen verführen lassen? Oder Einkaufen mit Hunger, da kauft man doch automatisch zu viel. Oder ich habe vergessen, mich mit meiner Familie abzusprechen und dann haben wir doppelt eingekauft.

Bei der Lagerung: Wie ist das mit dem MHD? Oder der optimalen Lagerung im Kühlschrank? Oder was mache ich, wenn das Gemüse etwas schrumpelig aussieht? Wegwerfen?

Beim Essen: Jeder soll doch satt werden, gerade wenn man Gäste hat. Und manchmal verschätzt man sich dann mit den Mengen. Aber deshalb die Reste wegwerfen?

Noch mehr Fakten: 820 l Wasser werden benötigt, um ein Kilo Äpfel herzustellen (Wachstum, Lagerung, Transport), 15420 l für 1 kg Rindfleisch. Da sehe ich die Lebensmittel mit ganz anderen Augen. Sie sind sehr wertvoll, mit kostbaren Ressourcen unserer Umwelt hergestellt. Deshalb möchte ich achtsam damit umgehen.

Wie geht das?

1. MDH = mindestens haltbar bis…

Steht auf jeder Verpackung und man ist sich oft unsicher, ob man das Lebensmittel noch essen kann, wenn das Datum überschritten ist. Der Hersteller gibt dieses Datum vor, er haftet für Schäden. Deshalb ist er sehr vorsichtig und gibt lieber kürzere Zeiten an. Das heißt aber nicht, dass Lebensmittel nach Ablauf des Datums schlecht geworden sind. (Das ist wie mit der Garantie einer Waschmaschine. Die werfe ich danach auch nicht weg, wenn sie nicht kaputt ist.) Vertraut auf euer Gefühl und testet das Lebensmittel: Wie sieht es aus, riecht es noch gut, vorsichtig probieren. Gerade die haltbaren Sachen, die man im Vorratsschrank vergisst, wie Senf, Gewürzgurken, Marmelade, Ketchup, halten in der Regel viel länger.

2. Bei Aktionspreisen:

genau überlegen: Brauche ich so viel überhaupt, oder ist es billiger, wenn ich die kleine teurere Packung kaufe, aber dafür alles esse und nicht die Hälfte wegschmeiße?

3. Einen Einkaufszettel schreiben:

auf den jeder in der Familie Zugriff hat. Digital per App oder ganz oldschool mit Zettel. Und dann nicht vergessen: den Zettel auch zum Einkaufen mitnehmen! Das hilft, die Woche gut durchzuplanen und Vorräte im Blick zu halten.

4. Die optimale Lagerung im Kühlschrank:

Kalte Zone (unten über dem Gemüsefach oder 0°C Zone): perfekt für leicht verderbliche Lebensmittel, wie Fleisch, Fisch, Wurst, Milch, Sahne Wärmste Zone (oberes Fach und Türinnenseite): hier kann man Butter, Senf, Majonäse, Marmelade, Ketchup lagern Mittlere Zone (mittleres Fach): gut für Käse, Sauermilchprodukte (Joghurt, Sauerrahm, Creme fraiche), Sojaprodukte Gemüsefach: die Temperatur ist ähnlich der mittleren Fächer. Zusätzlich hält sich die Feuchtigkeit darin. Gut für Gemüse und Obst. Achtung Tomaten: sie strömen Reifegas aus und sollten separat gelagert werden. Bitte dran denken: Gemüsefach gut sauber halten, die Feuchtigkeit mögen auch Schimmelpilze gerne!

5. Und zum Schluss das große Thema Reste verwerten:

Ich finde es super, wenn mal bei Reste übrig bleiben. Da brauche ich nächsten Tag nicht so viel Zeit fürs Kochen! Ich habe mal ein paar Rezepte ausprobiert und möchte euch die Highlights nicht vorenthalten.

6. Noch ein Tipp (wenn ihr die Möglichkeit habt): bringt eure Reste Hühnern oder Schweinen. Die freuen sich sehr über diese Sonntagsmahlzeit!.

Habt ihr Fragen zu euren Resten? Oder noch andere tolle Ideen, was man mit Resten schnell zaubern kann? Ich freue mich über eure Nachrichten.
Nächster Blogeintrag demnächst: Feste feiern – Reste bleiben!

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